Sportsucht bei Essstörungen: Wenn Sport zum Zwang wird

Sportsucht bei Essstörungen: Wenn Sport zum Zwang wird

Von Tanja, M.Sc & B.Sc. Psychologin (King's College London), MBPsS, Spezialistin für Essstörungen & Körperbild & Magersucht-Überlebende| 10+ Jahre Erfahrung

Sportsucht bei Essstörungen
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Machst du Sport, um die Kalorien, die zu dir genommen hast, so schnell wie möglich wieder loszuwerden?

Bewertest du einen Tag als „gut“ oder „schlecht“, je nachdem, wie viel du dich bewegt hast?

Hast du Angst oder bist du wütend, wenn du keinen Sport machen kannst?

Ich kenne diese Gefühle. Ich war dort.

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Hallo!

Ich heiße Tanja.
Ich bin Psychologin für Essstörungen, Körperhass und Selbstablehnung.
Ich bin auch eine Magersuchtsüberlebende.

Meine Mission ist es, dir zu helfen, deinen Kampf mit dem Essen und deinem Körper zu beenden und dich zu inspirieren, deinen wahren Wert zu entdecken.  Weiterlesen… 

Inhaltsverzeichnis

Ich war sportsüchtig. Jeden Tag, mehrere Stunden im Gym. Laufen, obwohl ich es hasste. Alles nur, um Kalorien zu verbrennen. Um den Zwang in meinem Kopf zum Schweigen zu bringen.

Sportsucht bei Essstörungen ist eine der häufigsten Verhaltensweisen, die die Heilung sabotiert.

Ich weiß das nicht aus Lehrbüchern. Ich weiß es, weil ich selbst durch diesen Sportzwang gegangen bin.

Die Ironie? Sport ist gesund. Bewegung ist gut für uns. Aber bei Sportsucht, bei Essstörungen wird etwas Gesundes zum Gift.

Erbrechen, Abführmittel, strenge Ernährungsregeln – das sehen wir als Essstörungsverhalten. Aber Sport? Sport ist doch gut. Sport ist erlaubt. Sport ist sogar erwünscht.

Genau deshalb ist der Sportzwang bei Essstörungen so gefährlich. Er versteckt sich hinter einer gesunden Fassade.

Heute habe ich ein normales Verhältnis zu Sport. Aber der Weg dorthin war schmerzhaft. Es brauchte einen Reitunfall, acht Wochen Zwangspause und die Erkenntnis:

„Was für eine Scheiße“ – das waren meine Gedanken beim ersten Versuch zu laufen, nachdem ich wieder durfte.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Sportsucht bei Essstörungen erkennst, warum der Sportzwang so schädlich ist, und wie du – wie ich – einen gesunden Weg zur Bewegung finden kannst.

Du bist nicht allein. Und du kannst heilen.

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Was ist Sportsucht bei Essstörungen?

Sportsucht bei Essstörungen – oder Sportzwang – ist nicht „viel Sport machen“. Es ist nicht „ein Marathon-Training“. Es ist nicht „fit sein wollen“.

Sportsucht bei Essstörungen ist, wenn Sport nicht mehr freiwillig ist.

Wenn ein innerer Zwang dich antreibt. Wenn du nicht aufhören kannst, selbst wenn dein Körper schreit. Wenn der Gedanke, keinen Sport zu machen, Panik auslöst.

Hier ist der Unterschied:

Gesundes Sportverhalten:

  • Du machst Sport, weil es dir Spaß macht
  • Du kannst Pausen machen ohne Angst
  • Sport verbessert dein Leben
  • Du hörst auf deinen Körper

Sportsucht:

  • Du MUSST Sport machen (innerer Zwang)
  • Pausentage lösen Angst, Schuld, Panik aus
  • Sport kontrolliert dein Leben
  • Du ignorierst Schmerz, Verletzung, Erschöpfung

Für mich sah Sportsucht so aus: Ich stand morgens auf und das erste, was ich dachte, war: „Wie viele Kalorien muss ich heute verbrennen?“ Nicht „Was möchte ich heute erleben?“ Nicht „Wie fühle ich mich?“ Sondern nur: Sport. Kalorien. Kontrolle.

Das ist Sportzwang. Und das ist bei Essstörungen erschreckend häufig.

Sportsucht bei Essstörungen

Anzeichen von Sportsucht bei Essstörungen

Wie erkennst du, ob du von Sportzwang bei Essstörungen betroffen bist? Hier sind die wichtigsten Anzeichen:

1. Sport ist nicht mehr freiwillig

Du verspürst einen inneren Zwang. Eine Stimme in deinem Kopf, die sagt: „Du MUSST.“ Egal wie müde du bist. Egal wie sehr dein Körper schmerzt.

Bei mir war diese Stimme ständig da. Sie flüsterte, sie schrie, sie ließ mich nie in Ruhe. Das ist Sportzwang bei Essstörungen – kein freier Wille mehr.

2. Du trainierst trotz Verletzung oder Krankheit

Erkältet? Egal, laufen. Verletzt? Egal, Gym. Bei Sportsucht gibt es keine Ausreden. Der Sportzwang ist stärker als die Vernunft.

3. Du planst dein Leben um den Sport

Soziale Events? Nur wenn danach Zeit für Sport ist. Arbeit? Muss um das Training herum geplant werden. Freunde treffen? Nicht, wenn es die Trainingszeit stört.
Sportzwang bei Essstörungen isoliert. Sie frisst dein Leben.

4. Dein Selbstwert hängt vom Sport ab

„Gute“ Tage = viel Sport. „Schlechte“ Tage = wenig Sport.

Bei Sportsucht bei Essstörungen wird dein Wert an Kalorien und Kilometern gemessen.

Ich fühlte mich nur wertvoll, wenn ich genug trainiert hatte. Das ist kein gesundes Verhältnis zu Sport. Das ist Sportzwang.

5. Du bist gestresst, ängstlich oder schuldig ohne Sport

Ein Ruhetag? Panik. Eine verpasste Trainingseinheit? Schuldgefühle, die dich den ganzen Tag verfolgen.

Das ist das Zeichen von Sportzwang bei Essstörungen: Sport ist keine Freude mehr. Es ist eine Pflicht.

6. Du benutzt Sport, um Essen zu „verdienen“ oder Kalorien loszuwerden

„Ich habe gegessen, also muss ich laufen.“ „Ich darf nur essen, wenn ich vorher trainiert habe.“

Das ist der Kern von Sportsucht bei Essstörungen. Sport wird zur Kompensation. Zum Mittel der Kontrolle. Und das ist gefährlich.

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Warum ist Sportsucht bei Essstörungen so gefährlich?

Sie ist nicht nur psychisch belastend. Sie ist körperlich gefährlich. Tödlich, wenn sie nicht gestoppt wird.

Hier ist, was Sportzwang deinem Körper antut:

1. Dein Körper hat keine Energie

Bei Essstörungen isst du zu wenig. Bei Sportsucht verbrennst du zusätzlich Energie, die du nicht hast.

Was passiert? Dein Körper frisst sich selbst. Er baut Muskeln ab, um Energie zu gewinnen. Er schaltet „nicht lebensnotwendige“ Funktionen ab.

2. Deine Knochen werden brüchig

Sportzwang bei Essstörungen führt zu niedrigen Hormonspiegeln. Niedrige Hormone = schwache Knochen. Schwache Knochen = Stressfrakturen, Brüche.

Ich hatte Glück. Mein Reitunfall zwang mich zur Pause, bevor meine Knochen irreparabel geschädigt wurden. Andere haben dieses Glück nicht.

3. Deine Periode verschwindet

Der Sportzwang, kombiniert mit zu wenig Essen, lässt deine Hormone abstürzen. Bei mir war die Periode jahrelang weg. Mein Körper hatte keine Energie für „Luxusfunktionen“ wie Fortpflanzung.

Das ist ein Zeichen: Dein Körper kämpft ums Überleben.

4. Dein Stoffwechsel bricht zusammen

Weniger Muskeln = weniger Stoffwechsel. Bei Sportsucht bei Essstörungen zerstörst du deinen Stoffwechsel mit jeder Trainingseinheit.

Der Teufelskreis: Du trainierst mehr, um Kalorien zu verbrennen. Aber dein Körper passt sich an und verbrennt weniger.

5. Du riskierst Organschäden
Dein Herz, dein Gehirn, deine Leber – sie alle brauchen Energie. Bei Sportzwang bei Essstörungen bleibt keine Energie für sie übrig.

Der Zwang kann zu dauerhaften Schäden führen.

Kurz gesagt: Kalorieneinschränkung + Sportsucht bei Essstörungen = eine tödliche Kombination.

Es ist bereits gefährlich, deinen Körper nicht ausreichend zu ernähren. Aber der Sportzwang bei Essstörungen ist noch um ein Vielfaches schädlicher.

Meine Geschichte: Wie ich meine Sportsucht überwand

Ich möchte ehrlich mit dir sein. Meine Sportsucht war brutal.

Jeden Tag, mehrere Stunden im Gym. Gewichte, Cardio, alles was Kalorien verbrennt. Und dann Laufen. Ich hasste Laufen. Aber ich tat es trotzdem. Weil der Zwang stärker war als meine Abneigung.

Ich fühlte mich stark. Diszipliniert. Kontrolliert.

In Wahrheit? Ich war eine Gefangene. Die Sportsucht kontrollierte mich, nicht umgekehrt.

Der Wendepunkt:

Dann hatte ich einen Reitunfall. Ich konnte acht Wochen lang keinen Sport machen. Acht Wochen.

Für jemanden mit Sportsucht ist das die Hölle. Die ersten Tage waren Panik. Schuldgefühle. Angst, dass ich „zunehmen“ würde, dass ich die Kontrolle verlieren würde.

Aber etwas Seltsames passierte. Nach ein paar Wochen… fühlte ich mich besser. Mein Körper erholte sich. Meine Stimmung verbesserte sich. Der Zwang verlor seine Macht.

Als ich nach acht Wochen endlich wieder laufen durfte, zog ich meine Laufschuhe an. Ich lief zehn Minuten.
Und ich dachte nur: „Was für eine Scheiße.“

Ich ging nach Hause. Und ich bin seit diesem Tag nie wieder gelaufen.

Nicht weil ich nicht kann. Sondern weil ich nicht will. Der Zauber war gebrochen. Die Sportsucht – weg.

Heute habe ich ein normales Verhältnis zu Sport. Ich bewege mich, weil es mir gut tut. Nicht, weil ich muss. Nicht, um Kalorien zu verbrennen. Sondern weil ich Freude daran habe.

Das ist Freiheit. Und das ist möglich. Auch für dich.

Sportzwang bei Essstörungen: Wie du den Zwang überwindest

Wenn du mit Sportzwang bei Essstörungen kämpfst, gibt es Hoffnung. Hier sind die Schritte, die mir – und vielen meiner Klienten – geholfen haben:

1. Erkenne, dass du ein Problem hast

Der erste Schritt zur Heilung von Sportsucht bei Essstörungen ist Ehrlichkeit. Sag es laut: „Ich habe einen Sportzwang.“
Das ist nicht schwach. Das ist mutig.

2. Reduziere schrittweise deine Trainingszeit

Du musst nicht von heute auf morgen aufhören. Aber reduziere. Verkürze jede Trainingseinheit um 5-10 Minuten.
Bei Zwang ist weniger mehr. Dein Körper braucht Ruhe.

3. Ändere die Art des Sports
Wenn Laufen dein Sportzwang ist, ersetze es. Yoga. Pilates. Spazieren. Etwas Sanftes.
Bei Sportsucht ist die Intensität das Problem. Wechsle zu etwas, das deinen Körper nicht zerstört.

4. Setze feste Trainingszeiten – und halte dich daran

Keine „noch 10 Minuten“. Keine Verlängerungen. Bei Sportzwang bei Essstörungen ist Disziplin wichtig – aber Disziplin, um AUFZUHÖREN.

5. Mache eine komplette Sportpause

Das ist der schwerste Schritt. Aber manchmal ist es der einzige Weg, den Sportzwang zu brechen.
Meine acht Wochen Zwangspause durch den Reitunfall haben mich gerettet. Manchmal braucht es das.

Überlege:

  • Was ist schwieriger für dich – Sport zu machen oder keinen Sport zu machen?
  • Wenn keinen Sport zu machen schwieriger ist, dann hast du eine Sportsucht.

6. Suche professionelle Hilfe

Sportsucht bei Essstörungen alleine zu überwinden ist schwer. Du brauchst Unterstützung. Jemanden, der dich versteht.

Warum Sportzwang bei Essstörungen so schwer loszulassen ist

Lass mich ehrlich sein: Den Sportzwang bei Essstörungen loszulassen, ist nicht einfach.

Warum?

Weil der Sport dir hilft. Er hilft dir, mit deinen Gefühlen umzugehen. Er gibt dir Kontrolle. Er gibt dir ein Gefühl von Wert.

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, wirst du zustimmen: Der übermäßige Sport hilft dir dabei, besser mit deinen Gefühlen umzugehen, die Kontrolle zu behalten und dein Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten.

Du bist wahrscheinlich auch stolz auf deine Selbstdisziplin. Darauf, dass du über deine Grenzen hinauswachsen kannst.

Aber hier ist die Wahrheit:

Bei Zwang ist Sport nicht mehr Selbstdisziplin. Es ist Selbstzerstörung.

Wahre Selbstdisziplin? Das ist, mit dem Sport aufzuhören oder weniger zu machen, um deine Gesundheit zu schützen.

Das ist schwieriger. Das erfordert mehr Mut. Mehr Stärke.

Sportzwang zu überwinden ist das wahre Zeichen von Willenskraft.

Sportzwang bei Essstörungen: Die Verbindung

Warum ist Sportzwang bei Essstörungen so häufig?

Etwa 25-40% der Menschen mit Essstörungen entwickeln auch Sportzwang. Das ist keine Zufallszahl.

Hier ist, warum:

1. Sportzwang bei Essstörungen ist sozial akzeptiert

Erbrechen? Das wird als gestört gesehen.

Aber Sport? Sport ist „gesund“.

Du bekommst Lob. „Wow, du bist so diszipliniert!“

Niemand sieht den Sportzwang. Er versteckt sich hinter einer gesunden Fassade.

2. Sport gibt Kontrolle

Bei Essstörungen geht es um Kontrolle. Und Sport ist perfekt dafür. Du kontrollierst, wie viele Kalorien du verbrennst. Wie viel du dich bewegst.

Der Zwang gibt dir das Gefühl von Macht. Aber in Wahrheit hat er die Macht über dich.

3. Sport betäubt Emotionen

Wie Essen. Oder Hungern. Sport ist ein Weg, Gefühle zu vermeiden.

Du bist traurig? Lauf. Du bist ängstlich? Gym. Bei Sportzwang wird Bewegung zur Flucht.

4. Sport ist Kompensation

„Ich habe gegessen, also muss ich laufen.“ Das ist die Logik bei Sportzwang bei Essstörungen.

Essen = Schuld. Sport = Erlösung. Der Sportzwang wird zum Mittel, um „Sünden“ zu begleichen.

Sportzwang bei Essstörungen vs. gesunde Bewegung

Wie unterscheidest du Sportzwang bei Essstörungen von einem gesunden Verhältnis zu Sport?

Hier ist die Checkliste:

Gesunde Bewegung

  • Sport macht Freude
  • Du hörst auf deinen Körper
  • Pausentage sind OK
  • Sport verbessert dein Leben
  • Du trainierst für Gesundheit
  • Sport ist einer von vielen Werten

Sportzwang

  • Sport ist Pflicht
  • Du ignorierst Schmerz
  • Pausentage lösen Panik aus
  • Sport kontrolliert dein Leben
  • Du trainierst für Kalorien
  • Sport definiert deinen Wert

Wenn du mehrere Punkte beim Sportzwang erkennst, hast du wahrscheinlich einen Zwang.

Meine Einladung an dich

Sportzwang bei Essstörungen zu überwinden, ist möglich. Ich bin der lebende Beweis.

Aber du musst nicht alleine kämpfen.

Ich habe selbst durch diesen Sportzwang gelebt. Ich kenne die Angst, die Kontrolle loszulassen. Ich kenne die Stimme im Kopf, die sagt „Du MUSST.“
Und ich kenne den Weg raus.

Seit Jahren arbeite ich mit Menschen, die mit Sportsucht kämpfen. Ich sehe, wie sie heilen. Wie sie Freiheit finden. Wie sie lernen, Sport zu genießen – statt unter ihm zu leiden.

Wenn du bereit bist, deinen Sportzwang zu überwinden und ein normales Verhältnis zu Bewegung aufzubauen – lass uns sprechen.

Buche hier ein kostenloses Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie ich dich unterstützen kann.

Du bist nicht allein. Heilung ist möglich. Ich habe es geschafft. Und du kannst es auch.

FAQ: Sportsucht bei Essstörungen – Deine Fragen beantwortet

Was ist Sportsucht?

Sportsucht ist ein zwanghaftes Sportverhalten, bei dem du einen inneren Drang verspürst, Sport machen zu müssen – trotz negativer körperlicher, emotionaler und sozialer Folgen.

Der Sportzwang ist nicht mehr freiwillig.

Etwa 25-40% der Menschen mit Essstörungen entwickeln Sportsucht. Sport wird genutzt, um Kalorien zu verbrennen, Essen zu „kompensieren“ oder Emotionen zu betäuben.

Wie erkenne ich, ob ich eine Sportsucht habe?

Anzeichen von Sportsucht sind:

  • du trainierst trotz Verletzung oder Krankheit
  • dein Selbstwert hängt davon ab wie viel du trainierst
  • du planst dein Leben um Sport herum
  • du bist gestresst oder ängstlich ohne Sport
  • du nutzt Sport um Kalorien loszuwerden oder Essen zu „verdienen“.

Wenn mehrere Punkte zutreffen, leidest du wahrscheinlich unter Sportzwang.

Möchtest du herausfinden, ob du betroffen bist? Buche ein kostenloses Erstgespräch.

Warum ist Sportsucht bei Essstörungen so gefährlich?

Sportsucht bei Essstörungen ist gefährlich, weil dein Körper durch die Essstörung bereits zu wenig Energie hat.

Der Sportzwang verbraucht zusätzliche Energie, die nicht da ist. Dein Körper baut Muskeln ab, schwächt deine Knochen (Risiko für Stressfrakturen), lässt deine Periode verschwinden, senkt deine Hormone und kann zu Organschäden führen.

Die Kombination Kalorieneinschränkung plus Sportsucht kann tödlich sein.

Kann ich als Betroffene von Sportsucht überhaupt Sport machen?

Nicht während der akuten Phase. Bei Sportsucht ist oft eine komplette Sportpause nötig, um den Sportzwang zu brechen.

Langfristig kannst du ein gesundes Verhältnis zu Sport entwickeln – aber erst nachdem der zwanghafte Aspekt geheilt ist.

Manche Menschen brauchen Monate oder Jahre Pause. Das Ziel ist nicht „nie wieder Sport“, sondern „Sport aus Freude, nicht aus Zwang“

Was ist der Unterschied zwischen Sportsucht und gesunder Bewegung?

Bei gesunder Bewegung machst du Sport aus Freude, hörst auf deinen Körper, akzeptierst Pausentage und Sport verbessert dein Leben.

Bei Sportsucht verspürst du einen Zwang, ignorierst Schmerz und Verletzungen, Pausentage lösen Panik aus, Sport kontrolliert dein Leben und du trainierst nur um Kalorien zu verbrennen.

Der Sportzwang ist keine Wahl – gesunde Bewegung schon.

Warum ist Sportsucht bei Essstörungen so häufig?

Sportsucht bei Essstörungen ist häufig (25-40% der Betroffenen), weil Sport sozial akzeptiert ist und als „gesund“ gilt – niemand erkennt den Sportzwang.

Sport gibt Kontrolle (wichtig bei Essstörungen), betäubt Emotionen und wird zur Kompensation für Essen genutzt.

Die Sportsucht versteckt sich hinter einer gesunden Fassade, was sie besonders gefährlich macht.

Kann Sportsucht auch bei Magersucht auftreten?

Ja. Sportsucht tritt nicht nur bei Bulimie auf, sondern auch bei Magersucht (Anorexie) und Orthorexie.

Menschen mit Magersucht nutzen den Sportzwang oft, um mehr Gewicht zu verlieren oder eine Gewichtszunahme zu vermeiden.

Die Kombination Magersucht plus Sportsucht ist besonders gefährlich, da der Körper bereits massiv unterversorgt ist.

Was passiert, wenn ich die Sportsucht bei Essstörungen nicht behandle?

Unbehandelte Sportsucht kann zu dauerhaften Schäden führen: Osteoporose (brüchige Knochen), Herzschäden, Organversagen, chronische Verletzungen, Unfruchtbarkeit (durch ausbleibende Periode), zerstörter Stoffwechsel und im schlimmsten Fall Tod.

Je länger der Sportzwang andauert, desto größer das Risiko für irreversible Schäden. Frühe Behandlung ist entscheidend.

Ist Sportsucht eine echte Sucht?

Ja, Sportsucht ist eine Verhaltenssucht (wie Spielsucht), keine stoffgebundene Sucht (wie Alkohol).

Der Sportzwang zeigt typische Suchtmerkmale:

  • Kontrollverlust
  • Toleranzentwicklung (immer mehr Sport nötig)
  • Entzugssymptome (Angst, Unruhe ohne Sport)
  • Vernachlässigung anderer Lebensbereiche
  • Weitermachen trotz negativer Konsequenzen.

Bei Sportsucht werden Dopamin und Serotonin freigesetzt, was die Abhängigkeit verstärkt.

Kann man einen Sportzwang haben, ohne eine Essstörung zu haben?

Ja, primäre Sportsucht existiert auch ohne Essstörung, ist aber seltener (1-3% der Bevölkerung).

Häufiger ist sekundäre Sportsucht, wo der Sportzwang als Folge oder Begleitung der Essstörung auftritt.

Bei etwa 25-40% der Menschen mit Essstörungen entwickelt sich Sportsucht.

Die Behandlung unterscheidet sich: Bei Sportsucht bei Essstörungen muss sowohl die Essstörung als auch der Sportzwang behandelt werden.

Wie kann ich Sportsucht überwinden?

Um die Sportsucht zu überwinden:

  1. Erkenne dass du einenSportzwang hast
  2. Reduziere schrittweise deine Trainingszeit
  3. Ändere die Art des Sports (z.B. von Laufen zu Yoga)
  4. Setze feste Trainingszeiten und halte dich daran
  5. Mache eine komplette Sportpause wenn nötig
  6. Suche professionelle Hilfe.

Sportsucht bei Essstörungen alleine zu überwinden ist schwer – du brauchst Unterstützung.

Brauchst du Hilfe beim Überwinden von Sportzwang? Lass uns sprechen.

Wie lange dauert es, den Sportzwang zu überwinden?

Die Dauer variiert individuell.

Manche Menschen überwinden den Zwang in Monaten, andere brauchen Jahre.

Wichtig ist eine komplette Sportpause (oft 3-6 Monate minimum), um den Sportzwang zu brechen. Danach folgt schrittweiser, begleiteter Wiederaufbau eines gesunden Verhältnisses zu Bewegung.

Mit professioneller Hilfe ist die Heilung vom Sportzwang deutlich schneller und nachhaltiger.

Möchtest du wissen, wie dein Heilungsweg aussehen könnte? Buche ein Erstgespräch.

Wo finde ich Hilfe mit meiner Sportsucht?

Professionelle Unterstützung ist der beste Weg,  deine Sportsucht zu überwinden.

Als spezialisierte Psychologin für Essstörungen und selbst Betroffene von Sportzwang kenne ich den Weg zur Heilung. Ich habe selbst jahrelang unter der Sportsucht gelitten – mehrere Stunden täglich im Gym, zwanghaftes Laufen. Ein Reitunfall und acht Wochen Zwangspause haben mich gerettet.

Heute habe ich ein normales Verhältnis zu Sport.

Buche hier ein kostenloses Erstgespräch – lass uns gemeinsam schauen, wie ich dich auf deinem Weg aus dem Sportzwang unterstützen kann.

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