Körperbewusstsein entwickeln: Schritt 1 zur Körperakzeptanz

Körperbewusstsein entwickeln: Schritt 1 zur Körperakzeptanz

Körperbewusstsein
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Von Tanja, M.Sc & B.Sc. Psychologin (King's College London), MBPsS, Spezialistin für Essstörungen & Körperbild & Magersucht-Überlebende| 10+ Jahre Erfahrung _ Update: Oktober, 2025

Du spürst nichts. Keinen Hunger. Keine Sättigung. Keine Müdigkeit.

Dein Körper sendet Signale. Aber du hörst sie nicht.

Warum?

Inhaltsverzeichnis

Weil du gelernt hast, sie zu ignorieren.

Jahre der Diäten: „Iss nicht, wenn du hungrig bist – iss nach Plan!“
Jahre der Essstörung: Ignoriere deinen Körper – er lügt!“
Jahre der Diät-Kultur: „Dein Körper ist dein Feind – kontrolliere ihn!“

Und jetzt? Jetzt spürst du gar nichts mehr.

Du lebst in deinem Kopf. In deinen Gedanken. In deinen Regeln.
Aber nicht in deinem Körper.

Ich weiß, wie sich das anfühlt.
Zehn Jahre lang spürte ich nichts. Keinen Hunger. Keine Kälte. Keine Schmerzen.
Meine Lippen waren blau. Meine Hände zitterten. Mein Körper fror, selbst im Sommer.
Aber ich spürte es nicht.

Ich lebte in meinem Kopf. Mein Körper war ein Feind. Etwas, das kontrolliert werden musste. Nicht etwas, das gespürt werden sollte.

Und wenn du eine Essstörung hast (oder hattest), oder jahrelang Diäten gemacht hast, oder deinen Körper seit der Pubertät hasst…
Dann vielleicht du auch nicht.

Das ist das Problem.
Denn du kannst nicht Frieden mit deinem Körper schließen, wenn du keinen Kontakt zu ihm hast.
Du kannst nicht akzeptieren, was du nicht spürst.

Körperbewusstsein ist der erste Schritt zur Körperakzeptanz.

Nicht Liebe. Nicht Akzeptanz. Sondern SPÜREN.

Deinen Körper wahrnehmen. Von innen. Ohne Bewertung.

Und es ist schwer. Sehr schwer.
Besonders alleine.

Aber es ist möglich.

Ich bin diesen Weg gegangen. Und in diesem Artikel zeige ich dir, wie.

Die 4 Schritte zur Körperakzeptanz

Die Reise zur Körperakzeptanz ist lang. Sie ist nicht linear. Sie ist manchmal schmerzhaft.

Aber sie ist möglich.

Es gibt 4 Schritte:

Schritt 1: Körperbewusstsein (dieser Artikel!)
Lerne, deinen Körper wieder zu spüren. Ohne Bewertung. Einfach wahrnehmen. Das ist der Anfang.

Schritt 2: Body Neutrality
Höre auf, deinen Körper zu bewerten. Er ist weder gut noch schlecht. Er ist einfach da. Das ist der schwerste Schritt.

Schritt 3: Körperwertschätzung
Entwickle Dankbarkeit für das, was dein Körper tut. Nicht, wie er aussieht. Das verändert alles.

Schritt 4: Körperakzeptanz
Schließe Frieden. Sage: „Okay, so bin ich halt.“ Ohne Kampf. Ohne Hass. Das ist das Ziel.

Das Ziel ist nicht Liebe.
Das Ziel ist Frieden.

Liebe kann kommen. Irgendwann. Vielleicht. Bei mir kam sie. Nach Jahren.
Aber sie muss nicht kommen.

Akzeptanz reicht. Sich wohlfühlen reicht. 

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt 1: Körperbewusstsein.
Den Anfang. Das Fundament – ohne das nichts anderes möglich ist.

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Was ist Körperbewusstsein?

Körperbewusstsein bedeutet: Deinen Körper wahrnehmen. Ohne zu bewerten. Ohne zu beurteilen.
Einfach spüren, was ist.
Das klingt simpel.
Ist es nicht.

Die meisten von uns haben vergessen, wie man spürt.

Was dir niemand sagt

Body Positivity schreit: „Liebe deinen Körper!“
Als wäre es so einfach.
Als könntest du nach Jahren des Hasses einfach beschließen: „Ab heute liebe ich mich!“

Das ist unrealistisch. Das ist grausam. Das ist ein neuer Druck.

Du MUSST deinen Körper nicht lieben.
Es geht darum deine Körper nur zu spüren.

Das ist der erste Schritt. Nicht Liebe. Nicht Akzeptanz. Sondern SPÜREN.

Körperbewusstsein ist NICHT:

  • ❌ Deinen Körper im Spiegel anschauen
  • ❌ Deinen Körper bewerten („zu dick“, „zu dünn“)
  • ❌ Über deinen Körper nachdenken
  • ❌ Deinen Körper analysieren

Das alles ist Beobachtung von außen. Von deinem Kopf aus.

Körperbewusstsein ist:

  • ✅ Deinen Körper von innen spüren
  • ✅ Körpersignale wahrnehmen (Hunger, Sättigung, Müdigkeit)
  • ✅ Deinen Körper im Raum fühlen (Wo sind deine Füße? Deine Hände?)
  • ✅ Die Verbindung zwischen „Ich“ und „Körper“ erkennen

Du BIST dein Körper. Nicht: Du HAST einen Körper.

Das ist der Unterschied. Und das ist deinen Körper zu spüren.

Warum Körperbewusstsein so schwer ist

Nach Jahren der Trennung von deinem Körper hast du wahrscheinlich den Kontakt verloren.
Das ist nicht deine Schuld.

Lass mich dir sagen, warum das passiert ist:

1. Diät-Kultur hat uns angelogen

„Iss nicht, wenn du hungrig bist – iss nur 3 Mahlzeiten am Tag!“
„Höre nicht auf deinen Körper – er lügt!“
„Zähle Kalorien, nicht dein Hungergefühl!“

Das ist falsch.

Die Diät-Kultur hat uns jahrelang angelogen. Sie hat uns beigebracht, unsere Körpersignale zu missachten. Zu ignorieren. Zu unterdrücken.
Und dann wundern sie sich, warum wir nichts mehr spüren.

95% der Diäten scheitern. Aber die Diät-Industrie verdient Milliarden damit, dass du deinen Körper hasst. Sie verkaufen dir die nächste Diät. Und die nächste. Und die nächste.

Und irgendwann hören wir unseren Körper nicht mehr.

Nicht weil wir es wollen. Sondern weil wir es mussten, um in dieser Diät-verrückten Welt zu „funktionieren“.

Das ist nicht deine Schuld.

2. Deinen Körper zu spüren ist schmerzhaft

Deinen Körper wahrzunehmen bedeutet, ihn anzuerkennen.
Und ihn anzuerkennen bedeutet, ihn zu akzeptieren.
Und das willst du nicht. Noch nicht.
Also ignorierst du ihn.

Du lebst in deinem Kopf. Nicht in deinem Körper.
Das ist sicherer. Weniger schmerzhaft.

Ich verstehe das. Ich war dort.
Aber es ist keine Lösung.

3. Den Körper zu spüren wurde uns nie beigebracht

Als Kinder wurden viele von uns nicht gefragt: „Bist du hungrig? Bist du müde? Was brauchst du?“
Uns wurde gesagt: „Iss auf! Geh ins Bett um 8 Uhr! Zieh eine Jacke an!“

Niemand hat uns beigebracht, auf unseren Körper zu hören.
Wir mussten funktionieren. Nicht spüren.

Und so verlernten wir es.
Das ist nicht deine Schuld.

4. Instagram, TikTok und die Beauty-Industrie

Und dann kommt noch das dazu:
Instagram. TikTok. Zeitschriften. Überall siehst du „perfekte“ Körper.
Photoshopped. Gefiltert. Fake.

Aber du denkst: „Ich bin nicht gut genug.“

Das ist gewollt.

Die Beauty-Industrie verdient Milliarden damit, dass du dich hasst. Dass du deinen Körper nicht spüren, sondern verändern willst.

Sie zeigen dir unerreichbare Körper und sagen: „So solltest du aussehen!“

Und wenn du es nicht schaffst? Dann kaufst du ihre Produkte. Ihre Diäten. Ihre Lösungen.

Es ist ein System. Ein profitables System.

Und du bist nicht das Problem. Das System ist das Problem.

5. Bei Essstörungen und Diäten ist das Spüren des Körpers noch schwerer

Warum?
Weil dein Körper „durcheinander“ ist. Die Signale sind verwirrt.

Du spürst keinen Hunger (oder zu viel Hunger).
Du spürst keine Sättigung.
Du spürst nur Angst. Kontrolle. Zwang.

Deinen Körper zu spüren fühlt sich gefährlich an.

Ich weiß das. Ich habe das gefühlt.

Aber es ist der erste Schritt zur Heilung.
Und du bist nicht allein damit.

Warum Körperbewusstsein der erste Schritt zur Körperakzeptanz ist

Du kannst nicht akzeptieren, was du nicht spürst.
Du kannst nicht Frieden schließen mit etwas, das für dich nicht existiert.

Lass mich das erklären:
Körperbewusstsein ist die Grundlage für alles andere:

  • Für Body Neutrality (du kannst nicht aufhören zu bewerten, wenn du deinen Körper nicht spürst – du bewertest dann nur Bilder in deinem Kopf)
  • Für Körperwertschätzung (du kannst nicht dankbar sein für etwas, das du nicht wahrnimmst – wie kannst du deinem Herz danken, wenn du es nicht spürst?)
  • Für Körperakzeptanz (du kannst nicht akzeptieren, was nicht existiert – ein Körper, den du nicht spürst, existiert für dich nicht wirklich)

Körperbewusstsein ist der erste Schritt.

Der schwerste? Nein. Body Neutrality (Schritt 2) ist härter.

Aber der wichtigste? Ja.

Ohne dem Spüren kommst du nicht weiter.
Du bleibst stecken. In deinem Kopf. In deinen Gedanken. In deinem Hass.

Körperbewusstsein ist das Fundament.

Und es ist möglich, dieses Fundament zu bauen.
Ich zeige dir, wie.

Meine Reise zum Körperbewusstsein

Ich hatte zehn Jahre lang keinen Kontakt zu meinem Körper.
Magersucht. Von 12 bis 22.

Ich spürte nichts. Keinen Hunger. Keine Kälte. Keine Schmerzen.
Meine Lippen waren blau. Meine Hände zitterten. Mein Körper fror, auch im Sommer.
Und ich spürte es nicht.

Ich lebte in meinem Kopf. In meinen Regeln. In meiner Kontrolle.

Mein Körper? Ein Feind. Etwas, das bekämpft werden musste. Nicht etwas, das gespürt werden sollte.

Der Wendepunkt

Mit 20 hatte ich einen Reitunfall. Ich konnte nicht mehr Sport machen. Monate lang.
Und plötzlich hatte ich keine Ablenkung mehr.
Keine Kontrolle. Kein zwanghafter Sport.
Nur ich. Und mein Körper.

Und zum ersten Mal musste ich spüren.

Es war schmerzhaft. Verwirrend. Beängstigend.

Ich spürte Hunger. Echten Hunger. Das erste Mal seit Jahren.

Ich spürte Müdigkeit. Schmerzen. Kälte.

Und ich spürte… Trauer. Wut. Verlust.

Für die Jahre, die ich verloren hatte. Für den Körper, den ich so sehr misshandelt hatte.

Das war der Anfang.
Der Anfang von Körperbewusstsein. Und später: von Körperakzeptanz.

Es war kein schöner Anfang. Es war kein leichter Anfang.
Aber es war ein Anfang.

Und das ist alles, was du brauchst. Einen Anfang.

Körperbewusstsein üben: Eine Übung zum Start

Körperbewusstsein zu entwickeln braucht Übung. Regelmäßige, angeleitete Übung.

Hier ist eine Übung, mit der du anfangen kannst:

Body Scan (5 Minuten)

Anleitung:

  1. Setze oder lege dich hin. Schließe die Augen.
  2. Beginne bei deinen Füßen. Spüre sie. Sind sie warm? Kalt? Angespannt? Entspannt?
  3. Wandere langsam durch deinen Körper.
  4. Beine. Bauch. Brust. Arme. Schultern. Nacken. Kopf.
  5. Bewerte nicht. Beurteile nicht. Spüre einfach nur.
  6. 5 Minuten. Täglich.

Das klingt einfach.

Ist es nicht

Warum die meisten beim Body Scan kämpfen

Die Wahrheit ist: Die meisten kämpfen beim Body Scan.

Nicht weil sie „schlecht“ darin sind.
Nicht weil sie versagen.

Sondern weil Körperbewusstsein sehr schwer ist.

Besonders nach Jahren, in denen du deinen Körper ignoriert hast.

Hier ist, was passieren kann:

Das Problem mit dem abschwelfenden Geist

Du beginnst bei deinen Füßen.

Und plötzlich denkst du an:

  • Deine To-Do-Liste
  • Das Abendessen
  • Die Arbeit
  • Den Streit von gestern

5 Minuten werden zu 5 Sekunden Körperbewusstsein + 4 Minuten 55 Sekunden Gedankenchaos.

Das ist normal. Das passiert allen.
Aber es ist frustrierend.

Das „Wie spüre ich richtig?“-Dilemma

„Spüre deine Füße.“

Okay. Aber… wie?
Was heißt das genau? Wie fühlt sich das an?

Ohne Anleitung ist „spüren“ ein vages Konzept. Ein Rätsel.

Die meisten geben auf, nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie nicht wissen, was sie tun sollen.

Wenn die Emotionen kommen

Plötzlich kommen Tränen. Oder Wut. Oder Panik.

Deinen Körper zu spüren bedeutet manchmal: Schmerz zu spüren. Trauer. Angst.

Emotionen, die du jahrelang unterdrückt hast.
Das ist überwältigend.

Und ohne Unterstützung fühlt es sich unmöglich an weiterzumachen.

Die „Ich kann das nicht“-Spirale

„Das funktioniert nicht für mich.“
„Ich kann nicht meditieren.“
„Das ist zu schwer.“

Die meisten geben nach 2-3 Tagen auf.

Nicht weil sie versagt haben.
Sondern weil Körperbewusstsein Zeit braucht. Geduld. Und vor allem: Anleitung.

Das ist nicht deine Schuld.

Du brauchst Unterstützung

Körperbewusstsein zu entwickeln ist schwer. Sehr schwer. Besonders alleine.

Ich weiß das, weil ich dort war.

Ich arbeite mit meinen Klienten Schritt für Schritt daran:

  • ✅ Mit geführten Body Scans (ich führe dich durch, du musst nicht alleine raten, wie „spüren“ funktioniert)
  • ✅ Mit vielen verschiedenen Übungen (nicht nur Body Scans – auch Atemarbeit, Achtsamkeit, somatische Übungen – wir finden, was für DICH funktioniert)
  • ✅ Mit Feedback (was klappt? Was nicht? Wir passen an, bis es passt)
  • ✅ Mit Raum für Emotionen (wenn es schmerzhaft wird, bist du nicht alleine – ich halte den Raum für dich)
  • ✅ Mit realistischen Erwartungen (Körperbewusstsein dauert Monate, nicht Tage – ich sage dir die Wahrheit, nicht was du hören willst)

Es ist einfacher, wenn dich jemand führt, der den Weg kennt.
Jemand, der dort war, wo du jetzt bist.

Bereit, Körperbewusstsein zu entwickeln? Mit Unterstützung, die wirklich versteht?

Körperwahrnehmung im Alltag: Fang klein an

Body Scans sind wichtig. Aber Körperbewusstsein entwickelst du auch im Alltag.

In kleinen Momenten. Winzigen Momenten.

Fang klein an. Sehr klein.

Hier sind Momente, in denen du Körperwahrnehmung üben kannst:

Beim Zähneputzen

Wie fühlt sich die Zahnbürste an? Wie schmeckt die Zahnpasta? Wie stehst du? Spürst du deine Füße auf dem Boden?

Beim Duschen

Wie fühlt sich das Wasser auf deiner Haut an? Warm? Kalt? Angenehm? Unangenehm?

Beim Essen

Wie schmeckt das Essen? Welche Textur hat es? Wann merkst du, dass du satt bist? Oder spürst du es noch nicht?

Beim Gehen

Wie fühlen sich deine Füße auf dem Boden an? Wie bewegt sich dein Körper? Spürst du deine Arme schwingen?

Das sind Sekunden. Winzige Momente.
Aber sie zählen.

Körperbewusstsein ist keine 1-Stunden-Meditation. Es ist Aufmerksamkeit in jedem Moment.

Kleine Schritte. Jeden Tag.
Das summiert sich.

Körperbewusstsein und intuitive Ernährung

Viele wollen intuitiv essen lernen.

Sie lesen Bücher. Sie folgen Accounts. Sie versuchen es.

Und es funktioniert nicht.

Warum?
Weil alle dir sagen: „Höre auf deinen Körper!“

Aber niemand sagt dir WIE.

Niemand sagt dir, dass du erst Körperbewusstsein entwickeln musst.

Die Intuitive-Eating-Bücher überspringen diesen Schritt. Sie gehen davon aus, dass du deinen Körper spüren kannst.
Aber das kannst du nicht. Noch nicht.

Intuitives Essen ohne Körperbewusstsein ist wie Autofahren ohne Lenkrad.
Unmöglich.

Intuitives Essen bedeutet: Auf deinen Körper zu hören.
Auf Hunger. Auf Sättigung. Auf Bedürfnisse.

Aber wenn du deinen Körper nicht spürst, kannst du nicht hören, was er sagt.
Du hörst nur Stille. Oder Chaos.

Körperbewusstsein ist die Grundlage für intuitives Essen.

Erst spüren. Dann hören. Dann essen.

Das ist die Reihenfolge.
Und wenn du jetzt denkst: „Aber ich kann nicht spüren!“ – ich verstehe das.

Ich war dort.

Aber es ist lernbar. Schritt für Schritt.

Der Unterschied zwischen Körperbewusstsein und Körperakzeptanz

Das verwirrt viele. Hier ist eine Erklärung:

Körperbewusstsein:

Deinen Körper wahrnehmen. Spüren. Von innen. Ohne Bewertung.
„Ich spüre meine Füße. Sie sind kalt.“

Das ist alles. Keine Bewertung. Keine Emotion. Nur Wahrnehmung.

Körperakzeptanz:

Frieden mit deinem Körper schließen. Sagen: „Okay, so bin ich halt.“
„Mein Körper ist, wie er ist. Und das ist okay.“

Das ist mehr. Das ist Akzeptanz. Das ist Frieden.

Der Unterschied:

Körperbewusstsein ist neutral. Du spürst einfach nur.
Körperakzeptanz ist aktiv. Du akzeptierst.

Körperbewusstsein kommt zuerst. Akzeptanz kommt später.
Du musst spüren, bevor du akzeptieren kannst.

Ohne Körperbewusstsein gibt es keine Körperakzeptanz.
Das ist die Wahrheit.

Wie lange dauert es, Körperbewusstsein zu entwickeln?

Die ehrliche Antwort: Monate. Nicht Wochen.

Bei mir hat es etwa 2 Jahre gedauert, bis ich wirklich Körperbewusstsein hatte.

2 Jahre.
Nicht 2 Wochen. Nicht 2 Monate.

Das ist keine schlechte Nachricht.

Das ist Realität.

Und ich sage dir das, damit du weißt, was dich erwartet.

Körperbewusstsein ist kein Schalter, den du umlegst. Es ist ein Prozess.
Ein langsamer, schleichender Prozess.

Manchmal frustrierend. Manchmal schmerzhaft.
Aber er lohnt sich.

Denn ohne Körperbewusstsein gibt es keine Körperakzeptanz.

Und Körperakzeptanz? Das ist Freiheit.

Also sei geduldig mit dir selbst.

Feiere kleine Fortschritte. Jeden winzigen Schritt.

Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur anfangen.

Wann du professionelle Hilfe brauchst

Manchmal ist Körperbewusstsein zu schwer, um es alleine zu schaffen.

Das ist keine Schwäche. Das ist menschlich.

Du solltest professionelle Hilfe suchen, wenn:

  • ❌ Du nach Monaten immer noch keinen Fortschritt siehst (und dich frustriert fühlst)
  • ❌ Body Scans lösen Panikattacken aus (oder überwältigende Angst)
  • ❌ Du dissoziierst (dich von deinem Körper getrennt fühlst, als würdest du von außen zuschauen)
  • ❌ Du eine aktive Essstörung hast (Körperbewusstsein ist bei aktiven Essstörungen besonders schwer und oft gefährlich ohne Begleitung)
  • ❌ Du dich überwältigt fühlst und nicht weißt, wo du anfangen sollst (das ist okay – viele fühlen sich so)

Du musst das nicht alleine tun.

Ich weiß, dass es sich manchmal so anfühlt, als müsstest du.
Als solltest du stark genug sein, es alleine zu schaffen.
Aber das ist nicht wahr.

Ich kann dir helfen, dein Körperbewusstsein zu entwickeln – Schritt für Schritt, mit Unterstützung, mit Raum für Emotionen, mit Verständnis für die Kämpfe, die du durchmachst.

Bereit, den ersten Schritt zu machen? Mit jemandem, der dich versteht?

FAQ: Körperbewusstsein

1. Was ist Körperbewusstsein?

Körperbewusstsein bedeutet, deinen Körper von innen wahrzunehmen – ohne Bewertung.

Es geht darum, Körpersignale wie Hunger, Sättigung, Müdigkeit zu spüren und die Verbindung zwischen dir und deinem Körper zu erkennen.

Dies ist der erste Schritt zur Körperakzeptanz, weil du nicht akzeptieren kannst, was du nicht spürst.

2. Warum kann ich meinen Körper nicht spüren?

Die meisten von uns haben gelernt, den Körper zu ignorieren – durch Diät-Kultur, Essstörungen oder gesellschaftliche Erwartungen. Nach Jahren der Trennung von deinem Körper hast du den Kontakt verloren.

Deinen Körper zu spüren kann auch schmerzhaft sein, weil es bedeutet, ihn anzuerkennen. Deshalb leben viele im Kopf statt im Körper.

3. Wie kann ich Körperwahrnehmung entwickeln?

Körperwahrnehmung entwickelst du durch regelmäßige Übungen wie Body Scans, Achtsamkeitsübungen oder Körperwahrnehmung im Alltag (beim Duschen, Essen, Gehen).

Eine einfache Übung: Setze dich hin, schließe die Augen, spüre deinen Körper von Fuß bis Kopf – 5 Minuten täglich.

4. Warum ist Körperwahrnehmung wichtig für die Körperakzeptanz?

Du kannst nicht akzeptieren, was du nicht spürst. Deinen Körper wahrzunehmen ist die Grundlage für Körperakzeptanz, weil du erst deinen Körper wahrnehmen musst, bevor du Frieden mit ihm schließen kannst.

Ohne Wahrnehmung bleibst du im Kopf – und kannst nie zur Akzeptanz kommen.

5. Ist Körperwahrnehmung das Gleiche wie Achtsamkeit?

Körperwahrnehmung und Achtsamkeit sind verwandt, aber nicht gleich.

Achtsamkeit bedeutet: im gegenwärtigen Moment sein.

Körperwahrnehmung bedeutet: speziell deinen Körper wahrnehmen.

Du kannst achtsam sein, ohne deinen Körper wahrzunehmen – zum Beispiel, wenn du achtsam deine Gedanken beobachtest.

Aber Körperwahrnehmung ist immer achtsam.

6. Wie lange dauert es, Körperwahrnehmung zu entwickeln?

Körperwahrnehmung zu entwickeln dauert Monate, nicht Wochen. Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich wirklich meinen Körper richtig gespürt habe. Das ist keine schlechte Nachricht – das ist Realität.

Es ist ein Prozess, kein Schalter. Sei geduldig mit dir selbst.

7. Kann ich Körperwahrnehmung bei Essstörungen entwickeln?

Ja, aber es ist schwerer. Bei Essstörungen sind die Körpersignale durcheinander – du spürst keinen Hunger (oder zu viel), keine Sättigung, nur Angst und Kontrolle. Deinen Körper zu spüren, fühlt sich gefährlich an.

Deshalb ist professionelle Hilfe bei Essstörungen oft notwendig.

9. Was ist der Unterschied zwischen Körperwahrnehmung und Körperakzeptanz?

Körperwahrnehmung bedeutet: deinen Körper wahrnehmen, spüren, von innen (neutral, ohne Bewertung).

Körperakzeptanz bedeutet: Frieden mit deinem Körper

Körperwahrnehmung kommt zuerst (spüren), Körperakzeptanz kommt später (akzeptieren).

Erst spüren, bevor du akzeptieren kannst.

10. Brauche ich Körperwahrnehmung für intuitives Essen?

Ja! Ohne Körperwahrnehmung ist intuitives Essen unmöglich.

Intuitives Essen bedeutet: auf deinen Körper hören – auf Hunger, Sättigung, Bedürfnisse.

Aber wenn du deinen Körper nicht spürst, kannst du nicht hören, was er sagt. Den Körper wahrzunehmen ist die Grundlage für intuitives Essen.

Erst spüren, dann hören, dann essen.

11. Wie kann die helfen deinen Körper zu spüren?

Ich bin Psychologin für Essstörungen und helfe Menschen, wieder ihren Körper zu spüren – mit verschiedenen Übungen und Feedback (was funktioniert für DICH?), Raum für Emotionen, und realistischen Erwartungen (es dauert Monate!).

Körperbewusstsein ist der erste Schritt zur Körperakzeptanz – und es ist leichter mit Unterstützung.

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Körperbewusstsein ist der Anfang

Die Reise zur Körperakzeptanz beginnt hier. Mit Körperbewusstsein.

Nicht mit Liebe. Nicht mit Akzeptanz. Sondern mit Spüren.

Deinen Körper wahrnehmen. Ohne Bewertung. Ohne Urteil.
Das ist der erste Schritt.

Und es ist schwer. Sehr schwer.

Der erste Schritt ist spüren, bevor du akzeptieren kannst.

Körperbewusstsein zu entwickeln dauert Monate. Manchmal Jahre.

Es ist nicht einfach. Es ist nicht schnell. Es ist nicht linear.
Aber es ist möglich.

Ich bin diesen Weg gegangen. Von keinem Kontakt zu meinem Körper, zum Körper spüren und dann zu Körperakzeptanz.

Es hat Jahre gedauert. Aber ich bin hier.

Und du kannst es auch schaffen.

Du musst es nicht alleine tun.
Du musst nicht perfekt sein.
Du musst nur anfangen.

Einen Schritt. Einen Atemzug. Einen Moment des Spürens.
Das ist genug.

Bereit, Körperbewusstsein zu entwickeln?

Mit Unterstützung, die wirklich versteht?

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Hallo!

Ich heiße Tanja.
Ich bin Psychologin für Essstörungen, Körperhass und Selbstablehnung.
Ich bin auch
eine Magersuchtsüberlebende.

Meine Mission ist es, dir zu helfen, deinen Kampf mit dem Essen und deinem Körper zu beenden und dich zu inspirieren, deinen wahren Wert zu entdecken.  Weiterlesen… 

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