6 Tipps zum Umgang mit der Gewichtszunahme in der Essstörungs-Recovery

6 Tipps zum Umgang mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery

Von Tanja, M.Sc & B.Sc. Psychologin (King's College London), MBPsS, Spezialistin für Essstörungen & Körperbild & Magersucht-Überlebende| 10+ Jahre Erfahrung

Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery
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Der Umgang mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery war für mich die schwierigste Hürde während meiner Heilung – redete mir doch die Essstörung immer wieder ein, dass, wenn ich so weiter mache, in kürzester Zeit fett werden und nur noch faul herumliegen würde.

Zudem sagte mir die Essstörung, dass ich all die Jahre der Kontrolle, der Disziplin, des Verzichts und des Erfolgs mit der Gewichtszunahme mit einem Schlag zunichte machen würde.

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Hallo!

Ich heiße Tanja.
Ich bin Psychologin für Essstörungen, Körperhass und Selbstablehnung.
Ich bin auch eine Magersuchtsüberlebende.

Meine Mission ist es, dir zu helfen, deinen Kampf mit dem Essen und deinem Körper zu beenden und dich zu inspirieren, deinen wahren Wert zu entdecken.  Weiterlesen… 

Inhaltsverzeichnis

Heute als vollständig Geheilte von der Magersucht und als Psychologin für Essstörung, weiß ich, dass all diese Aussagen der Essstörung nichts anderes sind als Lügen – sie lügt, um dich kleinzuhalten, bei ihr zu behalten, damit du auf keinen Fall deine Essstörung heilst.

Keine Frage, der Umgang mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery ist super schwierig – sehe ich das doch auch jeden Tag bei meinen Klienten – aber eine Gewichtszunahme ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um eine vollständige Essstörung-Recovery zu erreichen.

Wenn du also wissen willst, wie du am besten mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery umgehst und akzeptierst, lies weiter.

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Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery verstehen

Es besteht ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery nur eine Zunahme des Körperfetts bedeutet. 

Das ist jedoch nicht richtig, denn die Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery beruht auf mehreren Änderungen der Körperzusammensetzung, darunter:

Muskelmasse

Körperfett (jeder Körper braucht Fett, um unter anderem die Körpertemperatur zu regulieren und für wichtige Stoffwechselvorgänge)

Flüssigkeits- und Hormonveränderungen

Zunahme der Knochendichte

Glykogen (Speicherform von Kohlenhydraten) wird wieder aufgefüllt und in Muskeln und Leber gespeichert. Glykogen ist ein schweres Molekül, wenn es gespeichert wird, da es für jedes Molekül Glykogen 3-4 Moleküle Wasser anzieht).

Zunahme des Mageninhaltes

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6 Tipps zum Umgang mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery

Die Auswirkungen der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery können überwältigend sein. Viele erleben intensive Gefühle wie Angst, Traurigkeit, Wut, Scham und Verzweiflung über die Veränderungen ihres Körpers. Viele fühlen sich auch aufgebläht und fett und hassen  ihren “neuen” Körper

Diese intensiven Gefühle und die Angst vor der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery bergen oft das Risiko eines Rückfalls

Damit du besser mit der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery umgehst, findest du im Folgenden 6 Tipps, die dir helfen können.

1. Erinnere dich an deine Gründe für die Essstörung-Recovery

Warum dieser Tipp so wichtig ist

In den Momenten, in denen die Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery am schwersten ist – wenn du morgens aufwachst und dein Körper sich anders anfühlt, wenn die Kleidung enger sitzt, wenn die Essstörungsstimme dir zuflüstert, dass du einen Fehler machst – brauchst du einen Anker.

Dieser Anker sind deine Gründe. Dein WARUM.

Meine persönliche Erfahrung

Während meiner eigenen Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery gab es Tage, an denen ich aufgeben wollte. Tage, an denen die Essstörung mir einredete: „Siehst du? Du wirst fett. Geh zurück.“

In diesen Momenten holte ich meinen „Recovery-Brief“ heraus – einen Brief, den ich mir selbst geschrieben hatte, als ich noch mitten in der Magersucht steckte.
Darin stand:

  • „Ich will wieder lachen können, ohne dass alles wehtut.“
  • „Ich will mit meinen Freunden essen gehen, ohne drei Tage vorher zu planen.“
  • „Ich will nicht mehr frieren, auch wenn es Sommer ist.“

Dieser Brief erinnerte mich: Die Gewichtszunahme ist nicht der Feind. Die Essstörung ist der Feind.

Dein erster Schritt

Nimm dir heute 10 Minuten Zeit und schreibe auf:

  • Warum will ich heilen?
  • Was hat die Essstörung dir genommen?
  • Was willst du in deinem Leben zurück?

Schreib diese Gründe auf – und lies sie jeden Morgen. Besonders an schweren Tagen.

2. Hör mit dem Body-Checking auf

Was ist Body-Checking – und warum ist es so gefährlich?

Body-Checking ist wie Gift für deine Recovery. Es ist der ständige, zwanghafte Drang, deinen Körper zu überprüfen: Die Waage mehrmals täglich benutzen, im Spiegel nach „Problemzonen“ suchen, deine Oberschenkel oder deinen Bauch ständig anfassen.

Das Problem: Jedes Mal, wenn du Body-Checking machst, gibst du der Essstörung neue Kraft. Du bestätigst ihr: „Ja, mein Körper ist wichtig. Mein Wert hängt davon ab.“

Meine persönliche Erfahrung

Während meiner Recovery stand ich morgens, mittags und abends auf der Waage. Jede Zahl löste einen Sturm in mir aus.
100 Gramm mehr? Panik.
100 Gramm weniger? Erleichterung – aber auch die Essstörungsstimme: „Siehst du? Du brauchst nicht mehr zu essen.“

Erst als ich verstand, dass dieses Body-Checking die Recovery sabotierte, konnte ich aufhören.

Und weißt du was? Ohne Body-Checking wurde die Gewichtszunahme erträglicher. Denn ich hatte keine konstante Erinnerung mehr daran, wie sich mein Körper veränderte.

Dein erster Schritt

Führe 1 Woche lang ein Tagebuch: Notiere jedes Mal, wenn du Body-Checking machst – wann, welche Art, was du fühlst. So machst du deine Muster sichtbar. Das ist der erste Schritt, um damit aufzuhören.

Fällt es dir schwer, mit Body-Checking aufzuhören – obwohl du weißt, dass es schadet?

Das geht vielen so. Body-Checking ist oft tief verwurzelt und braucht mehr als Willenskraft.

In meinem Coaching zeige ich dir bewährte psychologische Techniken, um Body-Checking schrittweise zu reduzieren – ohne dich überfordert zu fühlen. Wir arbeiten individuell mit deinen Triggern und entwickeln Strategien, die für dich funktionieren.

Schreib mir für ein kostenloses Erstgespräch → Du musst das nicht alleine schaffen. 💙

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3. Spende die Kleidung, die dir nicht mehr passt

Warum Kleidung so triggern kann

Kleidung ist nicht nur Stoff. Für Menschen in der Essstörung-Recovery ist Kleidung oft ein emotionaler Trigger.

Wenn deine Jeans nicht mehr zugeht, schreit die Essstörung: „SIEHST DU? Du verlierst die Kontrolle!“

Wenn du dich in enge Kleidung zwängst, fühlst du dich den ganzen Tag unwohl – und die Gedanken kreisen ständig um die Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery.

Meine persönliche Erfahrung

Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich versuchte, meine alte Jeans anzuziehen. Sie ging nicht mal über meine Oberschenkel.
Ich brach zusammen. Weinte. Die Essstörung kreischte: „Siehst du? Du bist fett geworden!“

Aber dann – nach Stunden der Tränen – verstand ich etwas: Diese Jeans repräsentierte meine Krankheit, nicht meine Gesundheit.

In die Jeans passen bedeutete: Keine Periode. Ständiges Frieren. Keine Energie.

Also tat ich etwas Radikales: Ich schnitt sie in Stücke. Ich ließ sie nicht im Schrank als „Sicherheit“. Ich zerstörte sie. Und es fühlte sich befreiend an.

Dein erster Schritt

Geh heute durch deinen Kleiderschrank. Welche Kleidung passt nicht mehr? Pack sie in eine Tüte – und gib sie sofort weg. Nicht „für später“. Nicht „falls ich wieder abnehme“. Heute.

Und kauf dir 1-2 neue Lieblingsstücke in deiner aktuellen Größe, in denen du dich wohlfühlst.

4. Übe dich in Selbstliebe und Akzeptanz

Die größte Lüge der Essstörung

Die Essstörung erzählt dir: „Du bist nur wertvoll, wenn du dünn bist.“

Aber hier ist die Wahrheit, die ich nach 10+ Jahren Recovery weiß: Dein Wert hat NICHTS mit deinem Gewicht zu tun.

Du warst wertvoll bei 40 kg. Du bist wertvoll bei 50 kg. Du wirst wertvoll sein bei 60 kg. Dein Wert ist inhärent – er ist in dir, unabhängig von deinem Körper.

Meine persönliche Erfahrung

Ich will ehrlich sein: Die Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery zu akzeptieren, war einer der schwierigsten Schritte meiner Heilung.

Ich erinnere mich, wie ich vor dem Spiegel stand und meinen „neuen“ Körper nicht erkannte. Alles in mir schrie: „NEIN! Ich will zurück!“

Aber dann – langsam, über Monate – begann ich zu verstehen: Dieser Körper, den ich ablehnte, war der Körper, der mir mein Leben zurückgab.

Dieser Körper gab mir meine Periode zurück, gab mir Energie zu lachen und zu leben, erlaubte mir mit Freunden essen zu gehen. Mein Körper war kein Monster. Er war mein Retter.

Dein erster Schritt

Akzeptanz kommt nicht über Nacht.

Beginne mit einem kleinen Schritt: Schreib jeden Abend 3 Dinge auf, für die du deinem Körper dankbar bist. Nicht wie er aussieht – sondern was er TUT.
„Danke, dass mein Herz schlägt. Danke, dass meine Beine mich tragen. Danke, dass ich heute lachen konnte.“

Fühlst du dich gefangen zwischen Ablehnung und Akzeptanz deines Körpers?

Der Weg zur Körperakzeptanz ist nicht linear – und er ist sehr schwer. Besonders während der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery.

Als Psychologin für Essstörungen und Körperbild begleite ich dich durch diesen Prozess. Wir arbeiten mit bewährten Techniken wie Body Neutrality, Selbstmitgefühl-Übungen und kognitiver Umstrukturierung – individuell angepasst an deine Bedürfnisse.

Du musst deinen Körper nicht sofort mögen. Aber du kannst lernen, ihn als dein Zuhause zu sehen.

Buche jetzt dein kostenloses Erstgespräch → Ich zeige dir, wie. 💙

5. Nutze die Kraft der positiven Affirmationen

Warum Affirmationen wirklich funktionieren

Vielleicht denkst du: „Affirmationen? Das ist doch Unsinn!“

Aber hier ist die wissenschaftliche Wahrheit: Dein Gehirn glaubt, was du ihm oft genug sagst. Wenn du jeden Tag denkst: „Ich bin fett. Ich bin wertlos.“ – dann wird dein Gehirn das als Wahrheit speichern.

Aber wenn du stattdessen sagst: „Mein Wert ist nicht an mein Gewicht gebunden.“ – dann beginnt dein Gehirn, das zu internalisieren.

Neuroplastizität nennt man das: Dein Gehirn kann neue Denkmuster lernen. Aber es braucht Wiederholung.

Meine persönliche Erfahrung

Am Anfang fühlte ich mich lächerlich. Ich stand vor dem Spiegel und sagte: „Ich mag meinen Körper.“ Und alles in mir schrie: „LÜGNERIN!“

Aber ich machte es trotzdem. Jeden Tag. Für Monate.

Und dann – nach etwa 6 Monaten – passierte etwas: Eines Morgens sagte ich: „Mein Wert ist nicht an mein Gewicht gebunden.“ Und zum ersten Mal… glaubte ich es ein bisschen. Nicht vollständig. Aber ein bisschen. Und das war genug.

Dein erster Schritt

Wähle EINE Affirmation aus, die bei dir räsoniert:

  • „Mein Wert ist nicht an mein Gewicht gebunden.“
  • „Gewichtszunahme bedeutet Heilung, nicht Versagen.“
  • „Mein Körper weiß, was er braucht.“

Sag sie jeden Morgen laut vor dem Spiegel. Ja, laut! Auch wenn du nicht daran glaubst. Mit der Zeit wird es leichter.

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6. Achtsamkeit und Meditation

Warum dein Geist während der Gewichtszunahme so laut ist

Während der Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery tobt ein Sturm in deinem Kopf:

„Du wirst fett!“ „Alle schauen dich an!“ „Du hast versagt!“

Diese Gedanken sind so laut, so konstant, so überwältigend. Du fühlst dich gefangen in deinem eigenen Kopf.

Hier kommen Achtsamkeit und Meditation ins Spiel. Sie sind wie ein Rettungsboot in diesem Sturm – sie geben dir einen Moment der Ruhe.

Was Achtsamkeit wirklich bedeutet

Achtsamkeit bedeutet NICHT „Sei positiv!“ oder „Ignoriere deine Gedanken!“

Achtsamkeit bedeutet: Beobachte deine Gedanken, ohne sie zu bewerten. „Ich habe diesen Gedanken – aber ich BIN nicht dieser Gedanken.“

Meine persönliche Erfahrung

Eine Übung, die mir half, war die „Gedankenzug-Meditation“:

Stell dir vor, deine Gedanken sind wie Züge, die durch einen Bahnhof fahren. Du stehst auf dem Bahnsteig und beobachtest sie.
Ein Zug kommt: „Du bist fett!“ – Du lässt ihn vorbeifahren.
Ein anderer Zug: „Niemand wird dich lieben!“ – Du lässt ihn vorbeifahren.
Du steigst nicht ein. Du glaubst sie nicht. Du lässt sie einfach vorbeiziehen.

Dein erster Schritt

Wenn die Gedanken über die Gewichtszunahme überwältigend werden:

Setz dich hin, schließ die Augen, atme tief ein (4 Sekunden) – halte (4 Sekunden) – atme aus (6 Sekunden). Wiederhole das 10x.

Sag dir: „In diesem Moment bin ich sicher. In diesem Moment bin ich mehr als mein Körper.“

Kleine Achtsamkeitsmomente im Alltag reichen. Du musst nicht stundenlang meditieren.

Du musst nicht alleine auf dem Weg aus deiner Essstörung kämpfen.

Die Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery ist eine der härtesten Phasen der Heilung – aber sie ist auch der Weg zur Freiheit.

Als Psychologin für Essstörungen und selbst Überlebende der Magersucht verstehe ich deinen Schmerz. Ich weiß, wie es sich anfühlt, in einem Körper gefangen zu sein, den man nicht erkennt. Und ich weiß auch, wie es sich anfühlt, auf der anderen Seite anzukommen – geheilt, frei, lebendig.

In meinem Online-Coaching begleite ich dich individuell durch diese Phase:

  • ✅ Regelmässige Sessions (online, weltweit)
  • ✅ Individuelle Strategien für deine spezifische Situation
  • ✅ Unterstützung bei Body-Checking, Essensangst, Körperakzeptanz
  • ✅ Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie
  • ✅ Persönliche Erfahrung + psychologisches Fachwissen

Die Heilung deiner Essstörung ist möglich. Ich habe es geschafft. Andere haben es geschafft. Und du – ja, DU – kannst es auch schaffen.

Schreib mir und lass uns gemeinsam herausfinden, wie ich dir helfen kann →

Das Leben wartet auf dich. Ein Leben ohne Angst vor Essen. Ein Leben voller Freiheit. 💙

FAQs zu Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery

1. Ist Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery normal?

Ja, Gewichtszunahme in der Essstörung-Recovery ist absolut normal und notwendig!

Dein Körper braucht Zeit, um sich von der Unterernährung zu erholen. Die Gewichtszunahme besteht nicht nur aus Fett, sondern auch aus Muskelmasse, Knochendichte, Flüssigkeit, Glykogen und der Wiederherstellung wichtiger Organe.

Ohne Gewichtszunahme ist vollständige Heilung nicht möglich.

2. Wie viel Gewichtszunahme ist normal in der Essstörung-Recovery?

Die Gewichtszunahme ist individuell unterschiedlich und hängt von deinem Ausgangsgewicht, deiner Essstörungsform und deinem natürlichen Set-Point-Gewicht ab. Im Durchschnitt nehmen Menschen in Anorexie-Recovery 0,5-1 kg pro Woche zu, bis sie ihr gesundes Gewicht erreichen.

Wichtig: Dein Körper weiß, wo er hingehört. Vertraue dem Prozess.

3. Warum habe ich so viel Angst vor der Gewichtszunahme?

Die Angst vor Gewichtszunahme ist ein Kernsymptom von Essstörungen.

Deine Essstörung flüstert dir ein, dass Gewichtszunahme = Kontrollverlust = Versagen bedeutet.

Aber die Wahrheit ist: Gewichtszunahme = Heilung = Leben.

Die Angst wird mit der Zeit weniger, wenn du lernst, dass dein Wert nicht von deinem Gewicht abhängt.

4. Kann ich die Gewichtszunahme in der Essstörung- Recovery kontrollieren?

Nein – und das ist gut so.

Dein Körper muss selbst entscheiden, wie viel Gewicht er braucht, um zu heilen.

Versuche, die Gewichtszunahme zu kontrollieren (z.B. durch Sport oder Restriktion), verzögerst du die Heilung und riskierst einen Rückfall.

Loslassen der Kontrolle ist der Schlüssel zur vollständigen Recovery.

5. Wie lange dauert die Gewichtszunahme in der Essstörung Recovery?

Die Phase der aktiven Gewichtszunahme dauert meist 6-12 Monate, kann aber je nach Ausgangssituation variieren.

Danach stabilisiert sich das Gewicht auf deinem natürlichen Set-Point.

Wichtig: Auch nach der körperlichen Gewichtswiederherstellung braucht dein Körper 1-2 Jahre, um sich vollständig zu erholen (Hormone, Knochendichte, Menstruation).

6. Nehme ich nach der Essstörung Recovery immer weiter zu?

Nein! Das ist eine der größten Lügen der Essstörung.

Dein Körper hat ein natürliches Set-Point-Gewicht, bei dem er sich wohlfühlt.

Sobald du dieses Gewicht erreicht hast, stabilisiert sich dein Gewicht – vorausgesetzt, du isst intuitiv und schränkst dich nicht ein. Unkontrollierte, endlose Gewichtszunahme ist ein Mythos, keine Realität.

7. Was tun, wenn ich mich nach der Gewichtszunahme fett fühle?

„Sich fett fühlen“ ist oft keine objektive Wahrnehmung, sondern ein emotionales Gefühl.

Frage dich: Was fühle ich wirklich? Angst? Scham? Traurigkeit?

Praktiziere Body Neutrality: Dein Körper ist nicht gut oder schlecht – er ist einfach dein Zuhause.

Meide Body-Checking und fokussiere dich auf das, was dein Körper KANN, nicht wie er aussieht.

8. Hilft Sport bei der Gewichtszunahme in der Essstörung Recovery?

Sport während der aktiven Gewichtszunahme ist meist NICHT empfohlen, besonders bei Anorexie-Recovery.

Dein Körper braucht jede Kalorie für die Heilung. Sport verzögert die Gewichtszunahme und kann die Essstörung triggern.

Erst wenn dein Gewicht stabil ist und deine Ärztin grünes Licht gibt, kannst du sanft wieder Sport integrieren – aber nie als Kompensation!

9. Wie gehe ich mit Body-Checking während der Gewichtszunahme um?

Body-Checking (ständiges Wiegen, Spiegel-Checks, Körper abtasten) verstärkt die Angst vor Gewichtszunahme.

Erste Schritte:

  • Vermeide die Waage komplett.
  • Entferne Spiegel oder hänge sie ab.
  • Trage lockere Kleidung.
  • Führe ein Tagebuch über dein Body-Checking-Verhalten und reduziere es schrittweise.
  • Fokussiere dich auf innere Werte statt äußere Erscheinung.

10. Kann ich die Gewichtszunahme akzeptieren lernen?

Ja! Akzeptanz kommt nicht über Nacht, sondern in Schritten:

von Ablehnung → zu Duldung → zu Neutralität → zu Akzeptanz → zu Wertschätzung.

Du musst deinen Körper nicht lieben – aber du kannst lernen, ihn als dein Zuhause zu sehen.

Tägliche Affirmationen, Selbstmitgefühl und professionelle Unterstützung helfen enorm. Mit der Zeit wird es leichter.

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Steffi
Steffi
BST/Sep./J 7:59 a.m.

Ich bin seit 35 Jahren gefangen in dem Gedanken, nicht schön genug zu sein, nun, mit 54 Jahren und einem sehr geringen Körpergewicht kann ich meine Beine endlich einigermassen akzeptieren….
ich habe Angst, zuzunehmen!
Wer bin ich , wenn ich die Essstörung loslasse?

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