Körperliches Wohlbefinden: Sich wieder wohlfühlen

Körperliches Wohlbefinden: Wie du dich wieder wohl in deinem Körper fühlst

Von Tanja, M.Sc & B.Sc. Psychologin (King's College London), MBPsS, Spezialistin für Essstörungen & Körperbild & Magersucht-Überlebende| 10+ Jahre Erfahrung

Körperliches Wohlbefinden
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Wann hast du dich das letzte Mal wohl in deinem Körper gefühlt?

Nicht nach einer erfolgreichen Diät.
Nicht in perfekt sitzender Kleidung.
Nicht auf einem gefilterten Instagram-Foto.

Sondern einfach… wohl.

In Ruhe. Ohne Kampf. Ohne ständige Gedanken über dein Aussehen.

alt="about tanja"

Hallo!

Ich heiße Tanja.
Ich bin Psychologin für Essstörungen, Körperhass und Selbstablehnung.
Ich bin auch eine Magersuchtsüberlebende.

Meine Mission ist es, dir zu helfen, deinen Kampf mit dem Essen und deinem Körper zu beenden und dich zu inspirieren, deinen wahren Wert zu entdecken.  Weiterlesen… 

Inhaltsverzeichnis

Viele können sich nicht erinnern.

Ich weiß, wie sich das anfühlt.

Zehn Jahre lang fühlte ich mich nicht wohl in meinem Körper.

Magersucht. Körperhass. Ständiger Kampf.

Mein Körper war der Feind. Etwas, das kontrolliert werden musste. Nicht etwas, in dem ich leben wollte.

Körperliches Wohlbefinden? Unmöglich.

Aber heute?
Heute fühle ich mich wohl in meinem Körper.
Nicht perfekt. Nicht jeden Tag. Aber meistens.

Das ist körperliches Wohlbefinden.

Und es ist möglich. Auch für dich.
In diesem Artikel zeige ich dir, was körperliches Wohlbefinden wirklich bedeutet und wie du es erreichen kannst.

Nicht durch Diäten. Nicht durch Kontrolle. Nicht durch Zwang.

Sondern durch Akzeptanz.
Durch 4 konkrete Schritte, die ich selbst gegangen bin.

Lass mich dir zeigen, wie.

Was ist körperliches Wohlbefinden?

Körperliches Wohlbefinden bedeutet: Dich wohl in deinem Körper fühlen.

Nicht, weil er „perfekt“ aussieht.
Nicht, weil er den Beauty-Standards entspricht.
Sondern weil du Frieden mit ihm geschlossen hast.

Körperliches Wohlbefinden ist NICHT:

  • ❌ Nach jeder Diät kurz zufrieden sein
  • ❌ Nur in bestimmter Kleidung wohlfühlen
  • ❌ Dich wohl fühlen, wenn andere dich „schön“ finden
  • ❌ Body Positivity („Liebe deinen Körper!“)
  • ❌ Dich perfekt fühlen

Körperliches Wohlbefinden ist:

  • ✅ Frieden mit deinem Körper haben
  • ✅ Dich meistens wohl fühlen – ohne äußere Bedingungen
  • ✅ Deinen Körper nicht mehr bekämpfen
  • ✅ Leben ohne ständigen Körperhass
  • ✅ Wohlbefinden im Körper als Normalzustand

Der Unterschied:

Falsches Wohlbefinden: „Ich fühle mich gut, weil ich 2 Kilo abgenommen habe.“

Echtes körperliches Wohlbefinden: „Ich fühle mich wohl in meinem Körper, so wie er ist.“

Das ist körperliches Wohlbefinden.

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Warum die meisten sich nicht wohl im Körper fühlen

Die Wahrheit ist: Die meisten fühlen sich nicht wohl in ihrem Körper.
Nicht, weil sie „falsch“ sind.
Sondern weil die Welt ihnen beigebracht hat, ihren Körper zu hassen.

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1. Die Diät-Kultur hat uns trainiert

„Iss weniger! Beweg dich mehr! Kontrolliere deinen Körper!“

Die Diät-Kultur hat uns jahrelang gesagt: „Dein Körper ist nicht gut genug.“

Und wir haben es geglaubt.
Wir haben Diäten gemacht. Kalorien gezählt. Unseren Körper bekämpft.

Und was ist passiert?

Wir fühlen uns schlechter. Nicht besser.

95% der Diäten scheitern. Aber die Diät-Industrie verdient Milliarden damit, dass du deinen Körper hasst.

Das ist das Problem.

2. Beauty-Standards sind unerreichbar

Instagram. TikTok. Zeitschriften.

Überall siehst du „perfekte“ Körper.
Photoshopped. Gefiltert. Fake.

Aber du denkst: „So sollte ich aussehen.“

Und weil du nicht so aussiehst, fühlst du dich nicht wohl.
Das ist gewollt.

Die Beauty-Industrie verdient daran, dass du dich nicht wohlfühlst.

3. Body Positivity schafft neuen Druck

„Liebe deinen Körper! Jeder Körper ist schön!“

Body Positivity klingt gut.

Aber für viele – besonders die mit Essstörungs-Vergangenheit – ist es toxisch.

Warum?

Weil es unrealistisch ist.

Nach Jahren des Körperhasses kannst du nicht einfach beschließen: „Ab heute liebe ich meinen Körper!“

Body Positivity schafft Druck. Und Schuld.

„Alle lieben ihren Körper. Warum kann ich das nicht?“

Die Antwort: Du musst deinen Körper nicht lieben.
Du musst dich nur wohl fühlen. Das reicht.

Das ist körperliches Wohlbefinden.

4. Niemand hat uns beigebracht, auf unseren Körper zu hören

Als Kinder wurden wir nicht gefragt: „Fühlst du dich wohl?“

Uns wurde gesagt: „Iss auf! Zieh dich an! Funktioniere!“

Niemand hat uns beigebracht, unser Körpergefühl wahrzunehmen.

Und so haben wir den Kontakt verloren.
Zu unserem Körper. Zu unserem Wohlbefinden.

Das ist nicht deine Schuld.

Aber es ist deine Verantwortung, es zu ändern.

Der Unterschied: Aussehen vs. Fühlen

Die Welt fragt: „Wie sieht dein Körper aus?“

Körperliches Wohlbefinden fragt: „Wie fühlt sich dein Körper an?“

Das ist ein riesiger Unterschied.

Fokus auf AUSSEHEN:

  • „Ist mein Bauch flach genug?“
  • ❌ „Sind meine Beine dünn genug?“
  • ❌ „Bin ich schön?“

Das ist Bewertung von außen.
Das führt zu: Hass. Kampf. Unzufriedenheit.

Fokus auf FÜHLEN (körperliches Wohlbefinden):

  • „Fühle ich mich wohl in meinem Körper?“
  • ✅ „Habe ich Frieden mit meinem Körper?“
  • ✅ „Kann ich leben, ohne ihn ständig zu bekämpfen?“

Das ist Wahrnehmung von innen.
Das führt zu: Frieden. Wohlbefinden. Freiheit.

Körperliches Wohlbefinden bedeutet:
Den Fokus verschieben. Von außen nach innen. Von Aussehen zu Fühlen.
Das ist die Transformation.

Körperliches Wohlbefinden ist keine Diät

Sich wohlfühlen im Körper erreichst du NICHT durch:

  • ❌ Abnehmen
  • ❌ Diäten
  • Exzessiven Sport
  • ❌ „Körper verändern“
  • ❌ Kontrolle

Warum nicht?

Weil all das auf Aussehen fokussiert. Nicht auf Fühlen.
Du kannst 10 Kilo abnehmen und dich immer noch unwohl fühlen.
Du kannst den „perfekten“ Körper haben und dich immer noch hassen.

Körperliches Wohlbefinden kommt nicht von außen. Es kommt von innen.

Körperliches Wohlbefinden erreichst du durch:

  • ✅ Frieden mit deinem Körper schließen
  • ✅ Deinen Körper spüren (von innen!)
  • ✅ Aufhören zu bewerten
  • ✅ Dankbarkeit für Funktion entwickeln
  • ✅ Akzeptanz

Das sind die 4 Schritte zum körperlichen Wohlbefinden.
Und ich zeige sie dir jetzt.

Die 4 Schritte zu körperlichem Wohlbefinden

Körperliches Wohlbefinden ist keine schnelle Lösung.
Es ist eine Reise. Eine lange, manchmal schmerzhafte Reise.
Aber sie ist möglich.

Bei mir hat sie 10 Jahre gedauert. Von Hass zu Wohlbefinden.

Es gibt 4 Schritte:

Schritt 1: Körperbewusstsein

Was: Deinen Körper wieder spüren. Von innen. Ohne Bewertung.

Warum: Du kannst dich nicht wohl fühlen in etwas, das du nicht spürst.

Wie: Mit Body Scans, Achtsamkeit, Körperwahrnehmungs-Übungen.

Dauer: Monate bis Jahre.

Körperbewusstsein ist das Fundament. Ohne es geht nichts.

→ Hier kannst du mehr über Körperbewusstsein lesen (Teil 1)

Schritt 2: Body Neutrality

Was: Aufhören, deinen Körper zu bewerten. Er ist weder „gut“ noch „schlecht“. Er ist einfach da.

Warum: Solange du bewertest, kämpfst du. Körperliches Wohlbefinden braucht Frieden, keinen Kampf.

Wie: Gedanken stoppen, Bewertungen erkennen, neutral werden.

Dauer: Jahre. Der schwerste Schritt.

Body Neutrality ist die Brücke. Von Kampf zu Frieden.

→ Hier kannst du mehr über Body Neutrality lesen (Teil 2)

Schritt 3: Körperwertschätzung

Was: Dankbarkeit entwickeln für das, was dein Körper TUT. Nicht, wie er aussieht.

Warum: Dankbarkeit verändert deine Beziehung zu deinem Körper. Vom Feind zum Verbündeten.

Wie: Fokus auf Funktion statt Aussehen. „Mein Bauch verdaut“ statt „Mein Bauch ist zu dick“.

Dauer: Monate bis Jahre.

Körperwertschätzung ist der Wendepunkt. Von Neutralität zu Dankbarkeit.

→ Hier kannst du mehr über Körperwertschätzung lesen (Teil 3)

Schritt 4: Körperakzeptanz

Was: Frieden schließen. Sagen: „Okay, so bin ich halt.“ Ohne Kampf. Ohne Hass.

Warum: Das ist das Ziel. Nicht Liebe. Sondern Frieden.

Wie: Akzeptanz-Übungen, „Okay so bin ich halt“ wiederholen, bis es wahr wird.

Dauer: Jahre.
Körperakzeptanz ist das Ziel. Das Ende der Reise.

→ Hier kannst du mehr über Körperakzeptanz lesen (Teil 4)

Warum diese Reihenfolge?

Du kannst nicht zu Schritt 4 (Körperakzeptanz) springen.

Du musst die Reise machen.

Warum?

Weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut:

  • Ohne Körperbewusstsein (Schritt 1) kannst du nicht neutral sein → du spürst nichts
  • Ohne Body Neutrality (Schritt 2) kannst du nicht dankbar sein → du bewertest noch
  • Ohne Körperwertschätzung (Schritt 3) ist Akzeptanz schwerer → dir fehlt der Grund
  • Körperakzeptanz (Schritt 4) ist die Krönung → das Ziel

Diese 4 Schritte führen zu körperlichem Wohlbefinden.
Zu echtem, tiefem, dauerhaftem Wohlbefinden im Körper.

Meine Reise zu körperlichem Wohlbefinden

Zehn Jahre Magersucht. Und noch viel mehr Jahre Körperhass.

Ich fühlte mich nie wohl in meinem Körper.
Nie.

Mein Körper war der Feind. Etwas, das kleiner werden musste. Verschwinden sollte.

Sich wohlfühlen im Körper? Das Konzept existierte nicht für mich.

Aber langsam, sehr langsam, begann die Reise.

  • Mit 22 erreichte ich Körperbewusstsein. Ich spürte meinen Körper wieder.
  • Mit 24 erreichte ich Body Neutrality. Ich bewertete ihn nicht mehr.
  • Mit 25 erreichte ich Körperwertschätzung. Ich war dankbar für das, was er tat.
  • Mit 27 erreichte ich Körperakzeptanz. Ich schloss Frieden.

Und heute?

Heute fühle ich mich wohl in meinem Körper.

Das bedeutet nicht:

  • Ich liebe ihn jeden Tag
  • Ich finde ihn „schön“ jeden Tag
  • Ich habe nie schlechte Tage

Das bedeutet:

  • Ich kämpfe nicht mehr
  • Ich hasse nicht mehr
  • Ich lebe

Das ist körperliches Wohlbefinden.
Und es hat mir mein Leben zurückgegeben.

Ich erinnere mich an den ersten Moment, in dem ich mich wohl in meinem Körper fühlte.

Es war ein ganz normaler Samstag.

Ich stand in meiner Küche und machte Frühstück. Die Sonne schien durch das Fenster.

Und plötzlich bemerkte ich: Ich dachte nicht an meinen Körper.

Ich stand einfach da. In meinem Pyjama. Ungeschminkt.

Und ich fühlte mich… wohl.

Nicht euphorisch.

Nicht „Ich liebe meinen Körper!“.

Sondern einfach: wohl.

Keine negativen Gedanken. Kein Kampf. Keine Bewertung.

Nur: Ruhe.

Ich hielt inne.

Und dachte: „Das ist es. Das ist körperliches Wohlbefinden.“

Es war nicht spektakulär. Es war alltäglich.

Aber für mich – nach all den Jahren mit Körperhass – war es ein Wunder.

Das ist körperliches Wohlbefinden. Es ist leise. Es ist Ruhe. Es ist Frieden.

Und es ist das Schönste, was ich je gefühlt habe.

Körperliches Wohlbefinden üben: Ein Start

Körperliches Wohlbefinden zu entwickeln braucht Zeit. Jahre, nicht Wochen.

Aber du kannst heute anfangen.

Hier ist eine Übung, mit der du beginnen kannst:

Check-In mit deinem Körpergefühl

Anleitung:

  1. Setze dich hin. Schließe die Augen.
  2. Frage dich: „Wie fühlt sich mein Körper JETZT an?“
    Nicht: „Wie sieht er aus?“ Sondern: „Wie fühlt er sich an?“
  3. Benenne, was du spürst:
    „Angespannt“
    „Müde“
    „Schwer“
    „Leicht“
    „Ruhig“
  4. Bewerte nicht. Urteile nicht. Nimm nur wahr.
  5. Wiederhole täglich. 2 Minuten reichen.

Das ist der Anfang.

Der Anfang von Körperbewusstsein. Und später: von körperlichem Wohlbefinden.

Warum die meisten scheitern

Die Wahrheit ist: Die meisten schaffen es nicht, körperliches Wohlbefinden zu entwickeln.

Nicht, weil sie „schlecht“ darin sind.

Sondern weil:

Sie erwarten schnelle Ergebnisse

„Ich mache Body Scans seit 2 Wochen. Warum fühle ich mich nicht wohl?“

Körperliches Wohlbefinden dauert Monate. Jahre.
Nicht Wochen.
Die meisten geben zu früh auf.

Sie versuchen es alleine

Körperliches Wohlbefinden alleine zu entwickeln ist sehr schwer.

Du brauchst:

  • Anleitung (welche Übungen funktionieren?)
  • Feedback (machst du es richtig?)
  • Unterstützung (wenn es schmerzhaft wird)
  • Realistische Erwartungen (es dauert Jahre!)

Ohne das scheitern die meisten.

Sie suchen nach Gefühlen, nicht nach Ruhe

Sie denken, körperliches Wohlbefinden fühlt sich an wie:

  • Liebe
  • Euphorie
  • Ständiges Glück

Aber körperliches Wohlbefinden fühlt sich an wie:

  • Ruhe
  • Frieden
  • Alltäglichkeit

Das ist enttäuschend. Das ist unspektakulär.

Und deswegen denken sie: „Ich habe es nicht erreicht.“

Aber sie haben.

Sich wohlfühlen im Körper ist leise.

Unterstützung kann helfen

Körperliches Wohlbefinden alleine zu entwickeln ist möglich.
Aber schwer. Sehr schwer.

Ich arbeite mit meinen Klienten durch alle 4 Schritte:

  • ✅ Körperbewusstsein entwickeln (deinen Körper wieder spüren)
  • ✅ Body Neutrality erreichen (aufhören zu bewerten)
  • ✅ Körperwertschätzung lernen (Dankbarkeit für Funktion)
  • ✅ Körperakzeptanz finden (Frieden schließen)

Mit:

  • Gezielten Übungen (nicht nur „mach einen Body Scan“!)
  • Feedback & Anpassung (was funktioniert für DICH?)
  • Raum für Emotionen (wenn es schmerzhaft wird)
  • Realistischen Erwartungen (es dauert Jahre – ich sage die Wahrheit)
  • Verständnis (ich war dort, wo du bist)

Es ist einfacher, wenn dich jemand führt, der den Weg kennt.

Bereit, dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen? Mit Unterstützung, die wirklich versteht?

Körperliches Wohlbefinden im Alltag

Sich im Körper wohlfühlen, entwickelst du nicht in einer 1-Stunden-Meditation.

Du entwickelst es in kleinen Momenten. Jeden Tag.

Hier ist, wie körperliches Wohlbefinden im Alltag aussieht:

Beim Aufwachen
Statt: „Ich fühle mich fett heute.“
Körperliches Wohlbefinden: „Wie fühlt sich mein Körper an? Ausgeruht? Müde? Okay.“

Beim Anziehen
Statt: „Diese Kleidergröße ist beschämend.“
Körperliches Wohlbefinden: „Welche Kleidung fühlt sich heute bequem an?“

Beim Essen
Statt: „Ich darf nur X Kalorien essen.“
Körperliches Wohlbefinden: „Was braucht mein Körper jetzt? Wann bin ich satt?“

Bei Bewegung
Statt: „Ich muss Sport machen, um abzunehmen.“
Körperliches Wohlbefinden: „Welche Bewegung fühlt sich gut an?“

Vor dem Spiegel
Statt: „Ich hasse meinen Körper.“
Körperliches Wohlbefinden: „Okay. So sehe ich heute aus. Das ist okay.“

Das sind winzige Momente. Aber sie summieren sich.
Körperliches Wohlbefinden lebt in diesen Momenten.

Körperliches Wohlbefinden nach Essstörung

Körperliches Wohlbefinden nach einer Essstörung ist besonders schwer.

Warum?

Der Körper ist mit Schmerz verbunden

Dein Körper ist nicht nur ein Körper.

Er ist verbunden mit:

  • Erinnerungen an die Essstörung
  • Scham
  • Schuld
  • Trauma

Dich wohl zu fühlen in diesem Körper ist nicht einfach.
Das braucht Zeit. Viel Zeit.

Der Körper hat sich verändert

Während der Recovery hat sich dein Körper verändert.
Gewichtszunahme. Neue Formen. Neues Aussehen.

Sich wohl zu fühlen in diesem „neuen“ Körper ist eine riesige Herausforderung.

Die Angst vor Rückfall

„Wenn ich mich wohl fühle, verliere ich die Kontrolle.“
„Wenn ich aufhöre zu kämpfen, falle ich zurück.“

Diese Angst ist real.
Aber sie ist falsch.

Es ist nicht Kontrollverlust. Es ist Freiheit.
Freiheit vom Kampf. Freiheit vom Hass.

Es ist möglich
Ich weiß das, weil ich dort war.

Auch für dich.
Aber wahrscheinlich nicht alleine.

Wie lange dauert es bis ich mich in meinem Körper wohlfühle?

Die ehrliche Antwort: Jahre. Nicht Monate.

Bei mir hat die gesamte Reise sehr, sehr viel Jahre gedauert.

Das ist keine Ausnahme. Das ist normal.

Körperliches Wohlbefinden ist keine schnelle Lösung.
Es ist ein Prozess. Ein langer, langsamer, manchmal schmerzhafter Prozess.

Aber:
Jeder Schritt lohnt sich.
Jeder Moment, in dem du deinen Körper spürst statt bewertest.
Jeder Tag, an dem du dich ein bisschen wohler fühlst.
Das summiert sich.

Und eines Tages stehst du auf und merkst: „Ich fühle mich wohl.“
Nicht perfekt. Nicht euphorisch.
Nur: wohl.

Das ist körperliches Wohlbefinden.
Und es ist jeden Tag der harten Arbeit wert

Wann du professionelle Hilfe brauchst

Manchmal ist körperliches Wohlbefinden zu schwer, um es alleine zu schaffen.

Das ist keine Schwäche. Das ist menschlich.

Du solltest professionelle Hilfe suchen, wenn:

  • ❌ Du nach Jahren immer noch täglich mit deinem Körper kämpfst (kein Fortschritt)
  • ❌ Du dich nie wohl fühlst (ständiger Hass, ständige Anspannung)
  • ❌ Du Essstörungs-Verhalten zeigst (Restriktion, Essanfälle, Purging)
  • ❌ Du dissoziierst (fühlst dich von deinem Körper getrennt)
  • ❌ Du dich überwältigt fühlst von der Aufgabe, körperliches Wohlbefinden zu entwickeln

Du musst das nicht alleine tun.

Ich kann dir dabei helfen, dich in deinem Körper wohl zu fühlen – durch alle 4 Schritte, mit Übungen, mit Geduld, mit Verständnis für die Kämpfe, die du durchmachst.

Bereit, dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen? Mit jemandem, der dich versteht?

FAQ: Körperliches Wohlbefinden

1. Was ist körperliches Wohlbefinden?

Körperliches Wohlbefinden bedeutet, dich wohl in deinem Körper zu fühlen – nicht weil er „perfekt“ aussieht, sondern weil du Frieden mit ihm geschlossen hast.

Es ist ein Zustand von Ruhe und Wohlbefinden im Körper ohne ständigen Kampf oder Hass.

Du erreichst es nicht durch Diäten, sondern durch Akzeptanz und die 4 Schritte: Körperbewusstsein, Body Neutrality, Körperwertschätzung und Körperakzeptanz.

2. Wie kann ich mich wohl im Körper fühlen?

Sich wohl im Körper fühlen erreichst du durch 4 Schritte:

  1. Körperbewusstsein (deinen Körper spüren)
  2. Body Neutrality (aufhören zu bewerten)
  3. Körperwertschätzung (Dankbarkeit für Funktion)
  4. Körperakzeptanz (Frieden schließen).

Nicht durch Diäten oder Abnehmen.

Körperliches Wohlbefinden kommt von innen, nicht von außen.

Es dauert Monate bis Jahre und braucht oft professionelle Unterstützung.

3. Was ist der Unterschied zwischen körperlichem Wohlbefinden und Body Positivity?

Body Positivity sagt: „Liebe deinen Körper! Er ist schön!“

Körperliches Wohlbefinden sagt: „Fühle dich wohl in deinem Körper, ohne ihn lieben zu müssen.“

Der Unterschied:

Body Positivity fokussiert auf Aussehen und Liebe.

Körperliches Wohlbefinden fokussiert auf Fühlen und Frieden.

Für viele mit Essstörungs-Vergangenheit ist sich im Körper wohlfühlen realistischer als Body Positivity.

4. Warum fühle ich mich nicht wohl in meinem Körper?

Du fühlst dich nicht wohl im Körper, weil:

  1. die Diät-Kultur dir beigebracht hat, deinen Körper zu hassen
  2. Beauty-Standards unerreichbar sind
  3. Body Positivity neuen Druck schafft („Du MUSST lieben!“)
  4. niemand dir beigebracht hat, dein Körpergefühl wahrzunehmen.

Das ist nicht deine Schuld. Aber du kannst es ändern – durch die 4 Schritte zu körperlichem Wohlbefinden.

5. Kann ich körperliches Wohlbefinden durch Abnehmen erreichen?

Nein. Körperliches Wohlbefinden erreichst du NICHT durch Abnehmen, Diäten oder Körperveränderung.

Du kannst 10 Kilo abnehmen und dich immer noch unwohl fühlen.

Warum?

Weil sich wohl fühlen im Körper von innen kommt, nicht von außen.

Es geht um das Fühlen, nicht um das Aussehen.

Wohlbefinden erreichst du durch Akzeptanz, nicht durch Kontrolle.

6. Wie lange dauert es, körperliches Wohlbefinden zu entwickeln?

Körperliches Wohlbefinden zu entwickeln dauert Monate bis Jahre.

Bei mir hat die gesamte Reise (alle 4 Schritte) sehr viele Jahre gedauert.

Das ist keine Ausnahme. Das ist normal.

Es ist keine schnelle Lösung.

Es ist ein langer Prozess.

Aber jeder Schritt lohnt sich. Sei geduldig mit dir selbst.

7. Was ist der Unterschied zwischen Aussehen und Fühlen?

Fokus auf Aussehen bedeutet: „Ist mein Körper schön genug?“

Das führt zu Kampf und Hass.

Fokus auf Fühlen bedeutet: „Fühle ich mich wohl in meinem Körper?“

Das führt zu Frieden.

Körperliches Wohlbefinden bedeutet: den Fokus verschieben von außen (Aussehen) nach innen (Fühlen). Das ist die Transformation.

8. Kann ich körperliches Wohlbefinden nach einer Essstörung erreichen?

Ja. Körperliches Wohlbefinden nach Essstörung ist besonders schwer, weil:

  1. dein Körper mit Schmerz/Trauma verbunden ist
  2. dein Körper sich verändert hat
  3. du Angst vor einem Rückfall hast.

Aber: Es ist möglich.

Ich hatte 10 Jahre Magersucht und ich fühle mich jetzt sehr wohl in meinem Körper.

Es dauert länger und braucht oft professionelle Unterstützung. Aber es ist möglich.

9. Wie fühlt sich körperliches Wohlbefinden an?

Körperliches Wohlbefinden fühlt sich an wie:

  • Ruhe (keine lauten Gedanken über deinen Körper)
  • Frieden (kein Kampf mehr)
  • Leichtigkeit (dein Körper ist nicht mehr der Mittelpunkt)
  • Alltäglichkeit (dein Körper ist normal, nicht das Problem).

Es ist nicht spektakulär. Keine Euphorie. Keine Liebe.

Nur: Ruhe. Und das ist das Schönste daran.

10. Was ist Körpergefühl?

Körpergefühl ist deine Wahrnehmung von innen: Wie fühlt sich dein Körper an? Nicht wie er aussieht, sondern wie fühlt er sich an (müde, angespannt, leicht, schwer, ruhig).

Körpergefühl wahrzunehmen ist der erste Schritt zum körperlichen Wohlbefinden.

Viele haben den Kontakt zu ihrem Körpergefühl verloren. Das kannst du wieder lernen – durch Körperbewusstsein (Schritt 1).

11. Warum scheitern die meisten bei körperlichem Wohlbefinden?

Die meisten scheitern, weil:

  1. sie erwarten schnelle Ergebnisse (aber es dauert Jahre!)
  2. sie versuchen es alleine (ohne Anleitung/Unterstützung)
  3. sie nach Euphorie suchen (aber es ist leise Ruhe)
  4. sie nach 2-3 Wochen aufgeben (zu früh!).

Mit professioneller Unterstützung und realistischen Erwartungen ist es möglich.

12. Ist körperliches Wohlbefinden das Gleiche wie Körperakzeptanz?

Körperliches Wohlbefinden ist das Ergebnis. Körperakzeptanz (Schritt 4) ist der Weg dorthin.

Körperakzeptanz bedeutet: Frieden schließen („Okay, so bin ich halt“).

Körperliches Wohlbefinden bedeutet: dich wohl fühlen als Resultat dieser Akzeptanz.

Du erreichst körperliches Wohlbefinden durch Körperakzeptanz (+ die anderen 3 Schritte).

13. Wie kann ich dir beim körperlichen Wohlbefinden helfen?

Ich bin Psychologin für Essstörungen und Körperbild und helfe Menschen, körperliches Wohlbefinden zu entwickeln

  • durch alle 4 Schritte (Körperbewusstsein, Body Neutrality, Körperwertschätzung, Körperakzeptanz)
  • mit gezielten Übungen
  • mit Feedback & Anpassung
  • mit Raum für Emotionen
  • mit realistischen Erwartungen (es dauert Jahre)
  • mit Verständnis.

Bereit, dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen?

Körperliches Wohlbefinden ist möglich

Sich wohl im Körper fühlen ist möglich.
Auch nach Jahren des Hasses.
Auch nach Essstörung.
Auch für dich.

Es braucht Zeit. Jahre, nicht Wochen.
Es braucht Geduld. Mit dir selbst.

Es braucht die 4 Schritte:

  • Körperbewusstsein
  • Body Neutrality
  • Körperwertschätzung
  • Körperakzeptanz

Und vielleicht: Unterstützung.

Jemanden, der den Weg kennt. Der dort war, wo du bist.
Viele Jahre von Hass zu Wohlbefinden.
Heute fühle ich mich wohl in meinem Körper.

Nicht perfekt. Nicht jeden Tag. Aber meistens.

Und das ist mehr, als ich mir jemals vorstellen konnte.

Das ist körperliches Wohlbefinden.

Und es hat mir mein Leben zurückgegeben.

Du musst deinen Körper nicht lieben.
Du musst dich nur wohl fühlen.
Das reicht.
Und es ist möglich.

Bereit, die Reise zu starten?

Mit Unterstützung, mit jemanden, der dich wirklich versteht?

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